Mooreiche – 4000 Jahre Zeitgeschichte



Mooreiche – 4000 Jahre Zeitgeschichte


Die Mooreiche ist für mich weit mehr als nur Holz. Sie ist ein Zeitzeuge aus einer Welt, die wir uns kaum noch vorstellen können. Meine Funde aus den Marsch- und Moorgebieten Ostfrieslands sind zwischen 3.500 und 4.500 Jahre alt. Die Echtheit und das Alter meiner Funde sind durch dendrologische Gutachten wissenschaftlich belegt.



Eine Zeitreise durch die Jahrtausende


Um die Dimension zu verstehen: Während diese Eichen in unseren hiesigen Urwäldern wuchsen und schließlich im Moor versanken, passierte in der Weltgeschichte Folgendes:



  • Vor 4.500 Jahren (Jungneolithikum / Steinzeit): In Ägypten wurden die Pyramiden von Gizeh erbaut. Hier im Norden errichteten die Menschen die gewaltigen Hünengräber.


  • Vor 3.500 Jahren (Bronzezeit): In Mitteleuropa lernten die Menschen, Metall zu schmieden. Es ist die Zeit der berühmten Himmelsscheibe von Nebra.


Diese Bäume haben die gesamte Entwicklung unserer Zivilisation im schützenden Torf überdauert. Durch den Luftabschluss und die Reaktion mit den Gerbsäuren des Moores verfärbte sich das Holz über die Jahrtausende tiefdunkel und wurde steinhart.


Bergung von Mooreiche in Ostfriesland
Vom Fund zur Skulptur: Geduldige Handarbeit

Vom Fund zur Skulptur: Geduldige Handarbeit


Die Bergung der Stämme aus Entwässerungsgräben ist nur der Anfang. In meinem Atelier beginnt ein Prozess, der Jahre dauert:


  1. Das Trocknen: Nach dem Sägen mit der Kettensäge muss das Holz 3 bis 4 Jahre ganz langsam durchtrocknen. Zu schnelle Wärme würde das 4.000 Jahre alte Gefüge zerreißen.
  2. Die Reinigung: Mit Wurzelbürsten und Wasser entferne ich den groben Schlick. Danach folgt die „Feinarbeit“: Mit Zahnarztbesteck arbeite ich mich durch jede einzelne Rille, um feine Wurzeln und Erdreste zu entfernen.
  3. Der Schliff: Von grob bis extrem fein wird die Oberfläche in unzähligen Stunden geschliffen, bis die harten Fasern seidig glänzen.
  4. Die Veredelung: Ich nutze traditionelle Mittel von Deffner & Johann. Zuerst zieht eine Mischung aus Terpentin und Leinöl tief in das Holz ein. Den Abschluss bildet reines Leinöl, das die Mooreiche tiefschwarz oder dunkelbraun „anfeuert“.


Die Natur behält das letzte Wort

Ich bemale meine Mooreichen-Scheiben grundsätzlich nicht. Viele dieser Bäume waren schon hohl, bevor sie vor Jahrtausenden umstürzten. Beim Aufschneiden entstehen so natürliche, oft nierenförmige Gebilde.

Jeder sieht etwas anderes in diesen Formen – Wellen, einen Embryo oder abstrakte Wesen. Für mich ist es eine Ehre, diese Ur-Formen zu bewahren. Ich verändere sie nicht zu Gebrauchsgegenständen, sondern lasse sie als das wirken, was sie sind: Einzigartige Skulpturen der Natur. 🪵🖤


„Echtheit mit Brief und Siegel:
Jedes meiner Mooreichen-Stücke ist ein wissenschaftlich belegtes Unikat. Das Alter (zwischen 3.500 und 4.500 Jahren) wurde durch ein 
dendrologisches Gutachten bestimmt. Beim Kauf eines dieser besonderen Stücke erhältst du das entsprechende Zertifikat natürlich im Original dazu.“ 📜🖋️


Wissenschaftlich belegte Geschichte

„Zu jedem meiner Mooreichen-Stücke gehört ein dendrologisches Gutachten. Dieses Zertifikat bestätigt die wissenschaftliche Altersbestimmung (3.500 bis 4.500 Jahre) und wird dir beim Kauf im Original ausgehändigt.


Wertvoll aus gutem Grund: Warum Mooreiche ihren Preis hat


Vielleicht fragst du dich, warum eine Scheibe Mooreiche mehr kostet als ein herkömmliches Holzbild. Die Antwort liegt in der Kombination aus Seltenheit, jahrtausendelanger Geschichte und extremem Arbeitsaufwand.

  • Ein endlicher Schatz: Mooreiche wächst nicht nach. Jeder Stamm, der in Ostfriesland aus dem Schlick geborgen wird, ist ein unwiederbringliches Geschenk der Natur aus der Stein- oder Bronzezeit.
  • Vier Jahre Geduld: Bevor ich das erste Mal die Bürste ansetze, lagert das Holz drei bis vier Jahre in meinem Atelier. Es muss ganz langsam trocknen, damit es nicht reißt – diese Zeit und den Platz muss man erst einmal haben.
  • Stundenlange Präzisionsarbeit: Das Reinigen der oft hohlen Formen mit Zahnarztbesteck und der mehrstufige Feinschliff von Hand dauern Tage. Das macht man nicht mal eben nebenbei; das ist Konzentration pur.
  • Geprüfte Echtheit: Das dendrologische Gutachten, das ich dir beim Kauf mitgebe, ist deine Sicherheit. Es belegt wissenschaftlich, dass dein Stück tatsächlich 4.000 Jahre Weltgeschichte miterlebt hat.




„Interesse an einem echten Stück Erdgeschichte?
Da jede Mooreichen-Scheibe in Form, Größe und Alter absolut einmalig ist, nenne ich dir den Preis gerne auf 
Anfrage oder wir schnacken direkt an meinem Marktwagen darüber. Schreib mir einfach eine Nachricht!“ ✉️🪵

Skulpturen für die Ewigkeit: Standfest in Haus & Garten

Meine Mooreichen-Arbeiten sind keine bloßen Dekostücke – es sind massive Skulpturen, die für Generationen gemacht sind. Damit sie überall ihren Platz finden, habe ich eine durchdachte und extrem stabile Halterung entwickelt:

  • Massives Fundament: Jede Scheibe ruht auf einer stabilen Eisenstange, die in einen massiven Holzpfosten eingelassen ist.
  • Sicherer Stand: Die Basis bildet eine 40 x 40 cm große Eisenplatte. Durch das hohe Eigengewicht steht die Skulptur absolut sicher auf jedem ebenen Untergrund – egal ob auf der Terrasse, dem Rasen oder im Wohnbereich.
  • Unsichtbare Befestigung: Im Garten kannst du die Eisenplatte einfach mit Rindenmulch oder Erde abdecken. So wirkt es, als würde die 4.000 Jahre alte Eiche direkt aus deinem Beet emporwachsen.

Wetterfest seit über 10 Jahren
Ich teste meine Konstruktionen selbst: Meine eigenen Skulpturen stehen seit über 10 Jahren bei Wind und Wetter draußen. Einmal im Jahr ein wenig frisches Leinöl – mehr braucht es nicht, um die tiefe, dunkle Kraft der Mooreiche über Jahrzehnte zu erhalten.



oder



Durchdachte Konstruktion für sicheren Stand

Damit die Jahrtausende alte Eiche in deinem Garten oder auf der Terrasse perfekt zur Geltung kommt, habe ich eine dezente, aber extrem standfeste Halterung entwickelt:

  • Flaches Fundament: Die Basis bildet eine 40 x 40 cm große Eisenplatte. Mit nur ca. 2 mm Stärke ist sie massiv genug für einen sicheren Stand, lässt sich aber wunderbar einfach im Blumenbeet unter einer dünnen Schicht Erde oder Rindenmulch verbergen.
  • Stabile Verbindung: Eine fest verschweißte Eisenstange führt durch einen rustikalen Holzpfosten direkt in das Herz der Mooreichen-Scheibe.
  • Natürliche Optik: Im Außenbereich setzt das Eisen mit der Zeit eine edle Rost-Patina an. Zusammen mit dem tiefschwarzen, geölten Holz entsteht so ein Kunstwerk, das aussieht, als wäre es schon immer Teil der Natur gewesen.




Interessanterweise ist das Alter nicht immer an der Farbe erkennbar. Während mein 3.500 Jahre alter Stamm tiefschwarz ist, zeigt der 4.500 Jahre alte Fund oft edle, hellere Brauntöne. Das liegt an der individuellen Mineralisierung im ostfriesischen Boden – jedes Stück ist ein chemisches Unikat der Natur




Interessanterweise bestimmt nicht das Alter die Härte. Mein 3.500 Jahre alter, tiefschwarzer Stamm ist durch die stärkere Mineralisierung härter als der ältere, hellere Fund. Das bedeutet für mich: Beim dunklen Holz ist noch mehr Geduld und Präzision mit dem Proxxon und dem Zahnarztbesteck gefragt, um jede Fuge zu reinigen, ohne das Material zu beschädigen. Es ist ein Dialog mit dem Material, der viel Zeit und Fingerspitzengefühl erfordert