Was das Wasser anspült

Claudia Koch • 5. Februar 2026

Strandgut & Treibholz: Schätze aus dem Wasser

Oft werde ich gefragt, woher ich eigentlich die Treibhölzer für meine Malerei nehme. Die Antwort: Ich sammle sie dort, wo die Gezeiten sie wieder hergeben – an der Nord- und Ostsee, aber auch mal am Mittelmeer in Spanien. 🌊

Nichts wird weggeschrubbt


Was das Wasser über Jahre geformt hat, bleibt so. Wenn Seepocken am Brett kleben, Muschelreste oder Schlick daran haften, lasse ich das genau so. Man soll sehen, wie lange das Holz unterwegs war.

Treibholzbrett, das wie ein Tiefseeungeheuer aussieht. Claudia Koch | Atelier am Deich

Vom Teer bis zum Seeungeheuer
In Spanien habe ich zum Beispiel mal türkisfarbene Bretter mit alten Teerresten gefunden. Zusammengefügt ergaben sie die perfekte Leinwand für ein Wal-Gemälde.

Ein anderes Mal war es ein drei Meter langes Eichenbrett aus der Nordsee, voller verrosteter Eisennägel. Die Enden waren so verwittert, dass sie aussahen wie Seeungeheuer aus der Tiefe. Solche Nägel wurden schon ewig nicht mehr im Schiffsbau genutzt – wer weiß, wie lange dieses Brett geschwommen ist!

Für mich ist jedes Stück Treibholz ein Unikat mit eigener Geschichte. Ich gebe ihm mit meiner Malerei eigentlich nur ein neues Kapitel.

Angespülter Müll am Meer

Leider spült das Wasser nicht nur Schätze an


Zwischen den schönen Hölzern findet sich immer wieder Plastikmüll und anderer Unrat, der da absolut nicht hingehört. 


Deshalb nehme ich beim Sammeln oft nicht nur Holz mit zurück, sondern auch den Müll, den ich am Strand finde, um ihn ordentlich zu entsorgen.

Rabengemälde auf Altholz, wetterfest
von Claudia Koch 3. Februar 2026
Gehasst, verkannt – und doch geliebt! Es gibt kaum ein Tier, das die Leute so spaltet. Wenn ich hier an der Nordsee aus dem Fenster gucke, sehe ich sie jeden Tag: Eine riesige Kolonie Saatkrähen. Viele schimpfen über den Lärm, aber für mich gehören sie hier an der Küste einfach dazu. Ich mag ihre Art – dieses Wilde und Freie! Mehr als nur ein schwarzer Vogel Für mich ist jeder Rabenvogel ein echtes Charaktertier. Sie sind schlau, sie beobachten genau und lösen Probleme. Das versuche ich in meinen Bildern zu zeigen.
Wölfe in der Mythologie und auf Schützenscheiben
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Die Legende der Wolpertinger: Ein Fabelwesen und seine Verbindung zu Schützen-Scheiben
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In den tiefen Wäldern und Bergen Bayerns und anderen Teilen Deutschlands erzählt man sich seit Jahrhunderten die Geschichten von fantastischen Kreaturen. Eine der bekanntesten unter ihnen ist der Wolpertinger, ein humorvolles und mystisches Tier, das aus verschiedenen Tierspezies zusammengesetzt ist – typischerweise eine Mischung aus Reh, Hase, Vogel und anderen Tieren. Diese fabelhafte Kreatur ist nicht nur ein faszinierendes Thema für Geschichten und Kunst, sondern zeigt auch die tiefe Verbindung zwischen Kultur, Tradition und dem Schützenwesen. Die Herkunft des Wolpertingers Der Wolpertinger hat seinen Ursprung in der bayerischen Folklore und wird oft als schelmischer Geist beschrieben, der in den bayerischen Wäldern umherstreift. Es gibt zahlreiche Geschichten über seine magischen Fähigkeiten und den Trick, mit dem er Jäger anlockt. Oft wird er als scheues Wesen dargestellt, das jedoch auch ein Symbol für die Mystik und den Humor der deutschen Kultur ist. In vielen Regionen, besonders in den Alpen, gibt es spezielle Brauchtümer und Feste rund um den Wolpertinger. Selbst in Biergärten und traditionellen Gaststätten findet man oft Wolpertinger-Figuren oder -Bilder, die sowohl Einheimische als auch Touristen ansprechen.
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