Strandgut & Treibholz: Schätze aus dem Wasser
Nichts wird weggeschrubbt
Was das Wasser über Jahre geformt hat, bleibt so. Wenn Seepocken am Brett kleben, Muschelreste oder Schlick daran haften, lasse ich das genau so. Man soll sehen, wie lange das Holz unterwegs war.

Vom Teer bis zum Seeungeheuer
In Spanien habe ich zum Beispiel mal türkisfarbene Bretter mit alten Teerresten gefunden. Zusammengefügt ergaben sie die perfekte Leinwand für ein Wal-Gemälde.
Ein anderes Mal war es ein drei Meter langes Eichenbrett aus der Nordsee, voller verrosteter Eisennägel. Die Enden waren so verwittert, dass sie aussahen wie Seeungeheuer aus der Tiefe. Solche Nägel wurden schon ewig nicht mehr im Schiffsbau genutzt – wer weiß, wie lange dieses Brett geschwommen ist!
Für mich ist jedes Stück Treibholz ein Unikat mit eigener Geschichte. Ich gebe ihm mit meiner Malerei eigentlich nur ein neues Kapitel.
Leider spült das Wasser nicht nur Schätze an
Zwischen den schönen Hölzern findet sich immer wieder Plastikmüll und anderer Unrat, der da absolut nicht hingehört.
Deshalb nehme ich beim Sammeln oft nicht nur Holz mit zurück, sondern auch den Müll, den ich am Strand finde, um ihn ordentlich zu entsorgen.














